Déjà-Vu für Hörzu: Gute Ideen altern nicht.

Die Fernsehzeitschrift Hörzu hat für ihre aktuelle Plakatkampagne ein Konzept ausgegraben, dass vor 30 Jahren von der Werbegantur KMWolff entwickelt wurde.
Jedes Motiv zeigte eine/n Prominente/n aus Funk und Frensehen, fotografiert von Reinhart Wolf. Drunter stand immer: Eine/r, der Hörzu zuhause hat.
Auf Seiten des Kunden war damals Claus Clément, in der Agentur waren der Chef Klaus Martin Wolff und der Art Director Alfred Ptzl verantwortlich. Ich weiß das, weil ich Alfred Pitzl als Grafik-Praktikant und bald als Junior Art Director unterstellt war. In dieser Eigenschaft habe ich auch die für ein Motiv gehabt, das tatsächlich realisiert wurde, obwohl es keinen Prominenten zeigte, sondern einen Hund. Wenn ich mich richtig erinnere, einen Bobtail.
Das Motiv war so nett und liebenswert, dass es sogar auf Tragetaschen abgedruckt wurde.
(Und ganz nebenbei war es der erste Text, den ich für die Werbung gemacht habe. Zwei Jahre später wurde ich auch offziell "Texter".)

Der Hund ist längst tot, die Kampagne ist wiederbelebt: fotografiert von einem anderen Fotografen, realisiert von einer anderen Agentur – und das Ganze für einen ganz anderen Verlag, schließlich gehört ja auch die Hörzu nicht mehr der Axel Springer AG.

Und auch meine kleine Idee mit dem Hund wurde reanimiert.

Neuer Hund, gebrauchte Headline.

Soll ich mich darüber ärgern? Nein, es freut mich. Und ich bin sogar ein bisschen stolz.
Wobei: ich finde ja, der Bobtail war besser.






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